my cancer (puhh erste Woche)

…wie wird es mir gehen…? Zunächst, besten Dank für die Reaktionen, hier, persönlich, per mail, whatsapp, Telefon etc.

Nun, alles hat einen Sinn, auch wenn er nicht sofort ersichtlich ist. So auch der Krebs; als eine Art von vielen Herausforderungen, NICHT darunter zu leiden, sondern ihn als Chance zur Gesundung von Körper, Geist und Seele zu nutzen. An dieses Erkenntniss-Prinzip glaube ich zutiefst. Darum, Mitgefühl ist mir herzlich willkommen. Mitleid, weder als Floskel, noch als Empfindung, passt nich zu meinen Mindset. Ich wünsche nicht, dass Menschen wegen mir Mit-Leiden…

Nun, zurück zur ersten Woche, positiv gestimmt habe ich die Onkologie aufgesucht um meine erste Chemo (am Tropf) zu empfangen. Mental war ich auf ca. 2 Std. eingestellt, daher erstes Uppps, die Blutwerte (Kreatinin) waren an der Grenze, (zuviel an Protein, Ibuprofen…?) getrunken hatte ich mehr als die wichtigen 2 L. Konsequenz 4 Stunden am Tropf; gestehe gerne, war nach der 3 Stunde doch etwas genervt. Jedoch, wie ich ja als „smartass“ meinem Klientel spiegel… „nicht mein Wille (kognitive Kopf) geschehe, sondern dein Wille (selbstbewusste Herz)!“

Dies hat mich dann doch wieder etwas an Gelassenheit leben lassen, getragen von Demut.

Am Abend dann die erste Bestrahlung, mit der Maske, die den Kopf bewegungslos festklammert. Nun, habe bis 120 gezählt, dann war es vorbei, mit der Vorbereitung sind knapp 15 min. vergangen, beides, Chemo und erste Bestrahlung habe ich nun erfahren wie das ist, und war doch eher beschwingt, da ich am Abend des 1.6. keine unangenehmen Nebenwirkungen verspührte.

Zwei hocherfreuliche, berührende und sehr bereichernde Termine folgten am nächsten Tag, dann am Abend nächste Bestrahlung und müde, aber mental entspannt zu Bett.

Dies änderte sich Nachts dann, Übelkeit, Brechreiz, Unwohlsein machte sich breit, nur noch ab und zu etwas an Schlaf, dabei müde, Magen rebelliert, hmmm, tagsüber dann keine Lust auf Mahlzeiten. Viel trinken, und etwas an hochkalorischer Trinknahrung zu mir genommen, dennoch immer flaues Gefühl. Zum Abendessen Hähnchenbrust auf Zuccinibeet mit Peccorino leicht überbacken „in mich hinein gezwungen!“. Werde mental alles tun um mein Gewicht zu halten. Dabei kam mir ein weiteres Aspekt in Erinnerung, den ich teilen mag.

Wann immer (Chef, Kollegen, Mitarbeiter, private Beziehungen, etc..) zu welchem Thema (Umgang, Kritik, Forderung, Bitte um Hilfe, Verzeihung, etc..) auch immer, es gilt den eigenen Bedenken, Zweifeln, Befürchtungen die Macht zu nehmen. Dazu bedarf es die Empfindung, das Gefühl von intrinsischen „mich selbt überwinden müssen“ als „To Do“ im Hier und Jetzt wahrzunehmen. Ganz bewusst nutze ich seit Langem, dies als positives eigenes Potential, aus Erfahrung „wissend“ das „noch“ unbekannte Ergebnis wird befreiend wirken.

Mir hat dabei geholfen mir zu sagen, „ok ich überwinde die Angst, ich esse nun“. Zu kommunizieren: „ok, ich überwinde mich und sage Ihnen nun mal….“ kann ein leichter Einstieg sein.

Die Belohnung in meinem Fall war, alles aufgegessen, Gefahr des Gewichtsverlustes reduziert. Fühlt sich nach Freiheit an, Befreiung von den eigenen mich behindernden Gedanken…..

Bin mir sicher, die Ein oder Andere Erfahrung ist bekannt, wenn dann doch! mal gesagt wird was schon lange innerlich schlummerte, oder?….

Am 4.6. erneut, ungeplant am Tropf, um die Nebenwirkungen etwas zu reduzieren, Medikament bekommen, die das Unwohlsein reduzieren soll…

Die bisherigen gewonnenen Erkenntnisse bestätigen mich darin, ein neues Buch zu schreiben, Geschichten zu teilen, die als Anstoss dienen, wie das Ablegen von „absurden“ angenommenen Verhaltensuniformen die eigene Lebensqualität deutlich verbessert…. Den Arbeitstitel habe ich bereits, ist als Begriff bei vielen meiner Klienten schon mal gefallen…

„…dann ist das Gulasch noch (!) nicht gar!“ (Copyright*)


2 Kommentare on “my cancer (puhh erste Woche)”

  1. Peter sagt:

    Ganz großen Respekt, wie Du mit dem/DeinemThema und mit dieser Erfahrung umgehst, lieber Christian!
    Freu mich auf die Zeit, wo wir in der Vergangenheitsform darüber sprechen werden!

  2. ina müller-holve sagt:

    Lieber Christian, es tut gut von dir zu lesen! Ich drück‘ dich und schicke dir Kraft!


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